January 24, 2013

Im Königreich hört man... Januar 2013

Als ich im BRAVO-Lesealter war, galten die UK-Charts als das Nonplusultra für Musiker aus aller Welt. Die Künstler konnten super erfolgreich in Deutschland, Frankreich oder Spanien sein. Wenn sie keine Erwähnung in den englischen Charts fanden, hatten sie Europa nur halb erobert. Den Insulanern wurde ein exquisiter Musikgeschmack nachgesagt, und die BRAVO schielte regelmäßig vom Festland rüber, um zu sehen, was denn nun wirklich "angesagt" sei. Das Königreich scheint einfach überzubersten mit musikalischem Talent: die Beatles, Take That, Oasis, Artic Monkeys, Mumford and Son... Die meisten Städte hier haben dadurch nicht nur eine industrielle, sondern vor allem eine musikalische Geschichte - und sie hören nicht auf daran zu schreiben. 

Weil gute Musik geteilt werden sollte, hier meine aktuellen persönlichen Ohrwürmer...

James Arthur's Impossible


Für den 24-Jährigen Musiker aus Middlesbrough habe ich mir bei der letzten X-Factor Staffel in England die Daumen plattgedrückt. Im Gegenzug bescherte er mir mit seinen Liveauftritten ein musikalisches Wonnegefühl der Extraklasse. Seine erste Single heißt Impossible und ist seit Dezember auf dem englischen Markt. Im Verhältnis zu dem, was er sonst aus den Songvorgabe in der Show gemacht hat, finde ich den Song fast ein bißchen zu Mainstream. Aber wenn er damit genug Geld verdient, um am Ende seine eigenen Stücke zu vermarkten, empfehle ich ihn gern weiter.



Jake Bugg's Lightning Bolt


Als mir Jake Bugg zum ersten Mal zu Ohren kam, dachte ich irgendwie an einen amerikanischen Folker aus dem mittleren Westen. Ihr wisst schon: Struwwelfrisur, Bart, muskulöse Arme, die nicht nur ne Gitarre halten, sondern auch gut 100 Heuballen in der Stunde bewegen. Dann sah ich ihn im Fernsehen bei einer Silvestershow und dachte mannomann, wenn der mittlere Westen nicht um Nottingham liegt, hab ich mich ganz schön vertan. Allerdings nicht mit der Musik, denn die ist super!



Emeli Sandé's Clown


Am Anfang habe ich jedesmal gedacht, warum hat die eigentlich keiner früher entdeckt. Denn wenn Emilie Sandé singt, klingt sie, als sei sie einem emotional um Lichjahre voraus. Dabei ist sie mitten in den Zwanzigern. Gut für uns, bleibt noch viel Zeit wunderschöne Musik zu machen. In England läuft momentan ihr Song Clown rauf und runter...




Habt gutes auf den Ohren!
Nadine

PS: Ich entschuldige mich im voraus sollten die Videos für euch nicht zu sehen sein. Ich weiß, dass YouTube Ländergrenzen hat. Wenn ihr im Ernstfall selber recherchiert und ein in Deutschland sichtbares Video findet, würde ich mich über einen Link in den Kommentaren freuen!

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