January 28, 2013

Poached Egg on Toast


Gekocht, gebraten, gerührt – wie mögt ihr euer Frühstücksei am liebsten?

Julia Roberts bewies als die Braut, die sich nicht traut, zunächst Anpassungsfähigkeit und definierte sich am Ende über „Eier Benedikt“. Mein Vater und ich sind uns dagegen einig, dass das perfekte Ei fünfeinhalb Minuten gekocht werden muss. Was meine Mutter nicht versteht: Sie ist nie erfreut, wenn das Eigelb von ihrem Brötchen rennt. Für viele Engländer wiederum ein Zustand der Perfektion.

Denn hier auf der Insel ist ein gutes Ei – ein pochiertes Ei! (In Deutschland auch unter dem Begriff „verlorenes Ei“ bekannt.)

Das Ei gilt als pochiert, wenn es ohne Schale in heißem Wasser gegart wurde. Und zur Meisterklasse hat es gebracht, wer es schafft, dass sich das Eiweiß dabei wie eine schützende Hülle um den Dotter legt.



Für dieses Ergebnis steht mein Freund jeden Sonntagmorgen freiwillig selbst am Herd. Letztes Wochenende war ich mal neugierig und bin bei ihm in die Schule gegangen – Eier pochieren.

Unter anderem lernte ich Folgendes: In unserer Küche werden zwei Arten der Zubereitung zelebriert -  die Traditionelle und die Clevere. Beiden Arten gemeinsam sind folgende Zutaten:
  • frische (!) Eier
  • großer Kochtopf
  • kochendes Wasser (ungefähr ein Liter)

Die traditionelle Art:
Dafür braucht ihr noch ein paar Tropfen Essig, eine Tasse und einen Schneebesen.

  1. Das Wasser zum kochen bringen
  2. Derweil das Ei aufschlagen und in die Tasse geben. Achtet darauf, dass ihr das Eigelb nicht zerstört. Ein paar Tropfen Essig auf das Ei geben.
  3. Wenn das Wasser kocht, den Schneebesen nehmen und das Wasser im Uhrzeigersinn aufschlagen.
  4. Sobald sich ein schöner Strudel ergibt, das Ei vorsichtig hineinfließen lassen und die Hitze herunter drehen.
  5. Für einen flüssigen Kern min. sechs Minuten ziehen lassen.


Die clevere Art:
Weil Geduld nicht seine Stärke ist, hat mein Freund sich ein paar Küchenhelfer besorgt, die das Pochieren zum Spaziergang am Herd machen. Alles was ihr braucht sind ein paar Silikonkörbchen für pochierte Eier. Alternativ eignen sich auch Cupcakeformen aus Silikon, aber Vorsicht, die Küchenhilfe lässt sich dabei nicht leugnen.

  1. Das Wasser zum kochen bringen
  2. Derweil die Silikonform mit Butter einreiben. Das Ei hineinschlagen auch hier darauf achten, dass ihr das Eigelb nicht zerstört.
  3. Wenn das Wasser kocht, die Silikonformen mit dem rohen Ei vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. Keine Sorgenfalten erheben, wenn etwas Wasser hineinschwappt, dass stört das Ei nicht. Im Gegenteil wird es so auch von oben gegart.
  4. Die Hitze reduzieren, aber nicht vollständig herunter drehen. Für einen flüssigen Kern min. sechs Minuten köcheln lassen.

Das ist schon der ganze Zauber. Zum Schluss das pochierte Ei mit einer Kelle aus dem Wasser heben und auf eine frisch getoastete und gebutterte Scheibe Brot legen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Für feurige Zungen ein paar Tropfen Tabasco drüber geben – und den Tag genüsslich starten.

Wohl bekommt‘s!
Nadine


PS: Funktioniert auch super als Lunch, oder was meint ihr?

2 comments:

  1. Klingt gut. Muss mir wohl Silikonformen besorgen, da ich eh kein Gott am Herd bin.

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  2. @Kai: Die Investition lohnt sich auf jeden Fall! Falls Du einen Shoppingtip brauchts, guck doch mal hier bei Amazon: http://www.amazon.de/Doppelpack-Silikonform-pochierte-Eier-St%C3%BCck/dp/B003ZYKCYW/ref=sr_1_1?s=kitchen&ie=UTF8&qid=1359452074&sr=1-1

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