January 07, 2013

Proof is in the Pudding - Yorkshire Pudding


Was denkt ihr bei dem Wort „Pudding“?

Ich denke dabei immer an meine Oma, und ihr leuchtend gelbes, gestürztes Vanilledessert, dass sie uns so oft beim Weihnachtsessen als Nachspeise servierte. Dieser sahnig-cremige Genuss – am besten mit warmer Schokosoße – fand noch im vollsten Magen Platz; und hat meine Vorstellung vom idealen Pudding auf ewig geprägt.

Oder zumindest bis zu meinem ersten offiziellen Familien-Sonntagsessen in England: „Yorkshire Pudding?“, fragte meine Schwiegermutter in spe. Mmmh, dachte ich, englischer Vanillepudding. „Yes please!“  „Etwas Bratensoße dazu?“

Ich stutzte. Bratensoße? Auf Pudding? Was soll das denn?

Aber da landete auch schon diese duftende Teigware auf meinem Teller, die ein bisschen aussieht, wie ein aufgeplatzter Muffin. Goldbraun und heiß-gebacken, hatte dieser Yorkshire Pudding so gar nichts mit dem Ideal meiner Oma gemein – außer die hervorragende Paarungseigenschaft mit dunkler Soße. Außen knusprig und innen luftig, stellte ich nämlich schnell fest, dass Yorkies ein Muss sind bei jedem Gericht, wo es deftige Bratensoße aufzutunken gilt.


Damit hat sich Pudding inzwischen nicht nur als mein Lieblingsnachtisch sondern auch meine Lieblingsbeilage etabliert. Denn er ist lecker, günstig und ziemlich einfach zu machen.

Wenn ihr auch eure Wahrnehmung von Pudding auffrischen wollt, dann braucht ihr: ein Muffinblech (mit 6 Fächern), Pflanzenöl, 2 große Eier, 100g Mehl, 100ml Milch, eine Prise Salz und eine Prise Pfeffer.

So geht's:
  1. Den Ofen auf höchster Stufe vorheizen. Bei meinem Umluftherd sind das 240° Celsius.
  2. Ungefähr einen Teelöffel Öl (eher weniger) in jede Vertiefung des Muffinblechs geben, so dass die Böden gut bedeckt sind.
  3. Eier, Mehl, Milch, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und anschließend verrühren bis der Teig hellgelb und glatt ist. Der Teig gelingt am besten, wenn zuerst alle Zutaten in die Schüssel wandern, bevor mit dem Rühren begonnen wird.
  4. Das Muffinblech für 12 Minuten auf den obersten Rost im Ofen stellen. Das Öl sollte am Ende so heiß sein, dass es raucht. Wenn nicht, lieber noch ein paar Minuten warten.
  5. Wenn das Öl raucht, das Muffinblech rausholen und zügig den Teig eingießen. Die Vertiefungen ungefähr zu 2/3 füllen.
  6. Anschließend das Blech zurück auf das oberste Rost stellen und 12 Minuten backen.
  7. Stellt euch am besten einen Timer und geht aus der Küche. Denn egal was ist, öffnet auf gar keinen Fall die Ofentür, bevor die Zeit abgelaufen ist! Andernfalls fallen die kleinen Yorkies wie matschige Kartenhäuser in sich zusammen.
  8. Nach 12 Minuten den Ofen ausstellen und den Yorkies noch ein bisschen Zeit zum Abkühlen geben oder, wenn das Essen schon auf dem Tisch steht, direkt heiß servieren!
Guten Appetit!
Nadine

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